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Jun 02

Biologie-Unterricht mal anders

4Gemeinsam mit ihrem Klassenlehrerteam Heike Habermalz, Juliane von Jagow und Marcus Lüpke, sowie Karl-Heinz Metge-Alphei fasste die Klasse 5a der Albert-Schweitzer-Schule den Entschluss, den Biologieunterricht in die Natur zu verlegen. Nach der Behandlung vom Amphibien, Vögeln und Säugetieren waren Fische und ihr Lebensraum das Thema im Unterricht. Gemeinsam mit den Verantwortlichen des ASV Hillerse e.V. wurde ein Projekttag am Wasser geplant und durchgeführt.

Download Presseartikel der Allerzeitung

 

5Die Inklusionsklasse fuhr in Bussen, bereitgestellt von der Gemeinde St. Alfrid an die Oker, um dort einen praxisnahen Einblick in das Leben der Fische zu erhalten. “Ein solcher Unterrichtsgang ist sehr praxisnah, die Kinder erfahren aus erster Hand viele Dinge zum Unterrichtsthema Fische. Zudem ist das ein sehr nachhaltiges Arbeiten mit Schülern, die über so unterschiedliche Lernausgangslagen verfügen. So ein Tag bleibt hängen”, erklärt Habermalz. Zu entdecken gab es aber noch viel mehr. Neben einer großen Vielfalt an Wasservögeln konnten die Kinder verschiedene Amphibien beobachten und sogar nach Anleitung selbst Fische fangen. Antonia (11) fing den ersten Fisch ihres Lebens und war begeistert. Sofort versuchte sie den nächsten Fisch zu fangen und hatte Glück. Geduldig begleitete ASV-Gewässerwart Heinz Obermann die Gruppe und erklärte den Kindern Montagen, Knoten und Wurftechniken sowie den waidgerechten Umgang mit Fischen. Insgesamt konnten die Kinder mit Angel und Senknetz rund 70 Fische fangen. Allesamt heimische Friedfische wie Rotauge, Rotfeder und Flussbarsch, die auch hoch auf dem Speiseplan heimischer Tiere stehen. Auf die Frage, was mit dem ganzen gefangenen Fisch passieren wird, antwortete Jannik (12): “Wir schauen die Fische ganz genau an und hinterher bringen wir die Fische als Nahrung für verletzte Tiere ins Artenschutzzentrum nach Leiferde“. Im Vorabgespräch erklärte NABU-Mitarbeiterin Bärbel Rogoschik, dass im Artenschutzzentrum immer Bedarf an frisch gefangenem Fisch herrscht. Verschiedene Reptilien und Vögel benötigen die proteinreiche Nahrung täglich, am besten frisch. Nach einem interessanten und aktuellen Vortrag über aktuelle Jungstorchsterben und die Taktiken der Jungvögel gegen den drohenden Kältetod mittels gleich erprobter Wärmepyramide durch Hans-Jürgen Behrmann folgte ein ausgiebiger Rundgang über das Gelände. Felix (12) fasste seinem Eindruck so zusammen: “Das war richtig, richtig toll. Ich würde das gern noch einmal machen”. 1 6 7 Vielen Dank an die Unterstützung durch die Gemeinde St. Alfrid, das Team JENZI und den Top Jahr Special Verlag.